Bleaching Teil 1 – Techniken

Das Aufhellen der Zähne gehört zu den kosmetischen Verfahren der Zahnmedizin. Dabei wird in den sichtbaren Bereichen des Gebisses mit speziellen Mitteln, den so genannten Oxidanzien, die Zahnhartsubstanz gebleicht. Es kann zwischen mehreren Methoden unterschieden werden.

Die Home-bleaching-Technik wird vom Patienten zu Hause durchgeführt. Vorher stellt der Behandler in der Praxis auf Basis eines Gebißmodelles eine individuelle Schiene her, die als Depot für das Bleichmittel dient und über einen gewissen Zeitraum hinweg üblicher Weise nachts getragen wird. Die Passgenauigkeit des Substanzträgers ist der entscheidende Vorteil gegenüber Systemen, die von kommerziellen Anbietern kosmetischer Artikel angeboten werden. Die Schienen müssen dann nämlich in einer Art Self-Made-Verfahren vom Kunden selbst gefertigt werden.

Die Office-bleaching-Technik findet direkt in der Praxis statt. Zunächst wird das Zahnfleisch zum Schutz vor dem aufhellenden Agenz mit einem Kunststoff abgedeckt. Anschließend wird in mehreren Durchgängen das Bleichmittel aufgetragen und wieder abgespült. Nach Entfernen des Schonbezuges kann der Patient das Ergebnis bewundern. Der Unterschied gegenüber der Home-bleaching-Technik besteht demnach in der kürzeren Behandlungsdauer. Erreicht wird dies durch die höhere Konzentration der Oxidanzien, die in einer Zahnarztpraxis vom Fachpersonal angewendet werden dürfen.

Die Walking-bleach-Technik dient der farblichen Wiederanpassung wurzelbehandelter Zähne. Vielleicht haben Sie es bei sich oder Bekannten beobachtet, daß sich ein Zahn nach einer Wurzelbehandlung mit der Zeit gräulich verdunkeln kann. In diesen Fällen füllt der Zahnarzt das Bleichmittel in mehreren Sitzungen in das Zahninnere, wo es seine Wirkung unter einem provisorischen Verschluß entfaltet. Eine schmerzfreie Technik, weil der empfindliche Nerv bereits entfernt ist. Ist das gewünschte Ergebnis erreicht, verschließt man die Depotöffnung mit einem zahnfarbenen Kunststoff. Sinnvoll ist dieses Vorgehen, wenn der Zahnhartsubstanzverlust gering ist, d.h. nur kleine Füllungen vorhanden sind. So kann elegant eine Überkronung des betreffenden Zahnes vermieden werden.

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