Wir machen Pfingstferien und haben daher vom 22. Mai bis einschließlich 1. Juni 2018 geschlossen. Ab dem 4. Juni 2018 sind wir wieder wie gewohnt für unsere Patienten in unserer Praxis.
Wir wünschen allen schöne und erholsame Ferien.

Kanalarbeiten

Für eine erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung sind mehrere Arbeitsschritte erforderlich.

Zum Erhalt eines Zahnes kann es manchmal notwendig werden, eine Wurzelkanalbehandlung vorzunehmen. Dabei wird das erkrankte Zahnmark aus dem Inneren der Zahnkrone und der Wurzeln über einen Zugang entfernt und die verbliebenen Hohlräume versiegelt. Bakterieller Besiedelung wird so vorgebeugt und dem Körper die Möglichkeit gegeben, eventuell bereits an der Wurzelspitze entstandene Entzündungen im Kieferknochen auszuheilen. Besonders wichtig ist es, die gelegentlich gekrümmten und sehr engen Wurzelkanäle für eine optimale Abfüllbarkeit aufzuweiten und den entstandenen „Abraum“ sorgfältig mit reinigenden Lösungen auszuspülen. Dazu kommen in unserer Praxis speziell zu diesem Zweck entwickelte Geräte zum Einsatz, die eine optimale Aufbereitung, Längenmessung, Säuberung und Desinfektion der Kanäle ermöglichen. Entgegen weit verbreiteter Befürchtungen erfolgt die die Prozedur grundsätzlich völlig schmerzfrei. Sorgfältig wurzelbehandelte Zähne haben eine sehr gute Prognose und können noch viele Jahre lang problemlos Ihre Aufgabe erfüllen. Bei größeren Substanzdefekten ist es empfehlenswert, den Zahn durch eine Überkronung zu stabilisieren, bei kleineren reicht bereits eine dichte Füllung.

Kariesentfernung – So viel wie nötig so wenig wie möglich

Es mag sich vielleicht banal anhören, es wird aber in Fachkreisen immer wieder diskutiert, wieviel Substanz zur sicheren Kariesentfernung vom Zahn abgetragen werden soll und wie der Erfolg zu kontrollieren sei. Zu diesem Zweck habe ich mir ein sehr hilfreiches Tool angeschafft – eine Kombination aus einem LED-Lämpchen und einer Diagnostikbrille. Basierend auf der Tatsache, dass Bakterienstoffwechselprodukte bei Aktivierung mit speziellem Licht andere Wellenlängen emittieren, als gesunde Zahnsubstanz, lassen sich beide bei Durchsicht durch entsprechend eingefärbte Gläser optisch von einender unterscheiden. Eine sinnvolle Hilfe, wenn einem daran gelegen ist, etwa bei der Füllungstherapie, minimalinvasiv und dennoch gründlich vorzugehen.

Bleaching Teil 2 – Was zu bedenken ist

Bevor die Entscheidung für eine Zahnaufhellung fällt, müssen ein paar Vorüberlegungen getroffen werden. Das Ergebnis ist grundsätzlich positiv, wie effektiv dieses ausfällt, kann im Einzelfall nicht vorausgesagt werden. Das bedeutet, die Zahnfarbe wird heller, man weiß aber nicht genau wie hell. Eine gewisse Nachdunklung nach Behandlungsabschluß ist üblich.
Zähne mit einem intakten Nerven können vorübergehend hypersensibel reagieren. Das bedeutet eine wieder nachlassende Empfindlichkeit, besonders gegenüber Kälteeinflüssen.
Restaurationen (Füllungen und Kronen) werden nicht gebleicht. Diese müssen gegebenen Falls neu angefertigt werden, um nicht unangenehm aufzufallen.
Weil es sich um ein kosmetisches Verfahren handelt und damit der Meinung vieler Versicherer nach „medizinisch nicht notwendig“ ist, werden die Kosten von diesen meistens nicht übernommen. Der Preis richtet sich nach individuellem Aufwand, bzw. Anzahl der gewünschten Sitzungen.
Eine gründliche professionelle Zahnreinigung (vgl. dazu den Beitrag „Frühjahrsputz“ vom 31.März 2014) ist vor dem Bleaching unerlässlich! Äußere Verfärbungen, die der Zahnoberfläche anhaften sind dringend vor Behandlungsbeginn zu entfernen. Manchmal stellen Patienten danach fest, dass Ihre natürliche Zahnfarbe wieder so schön zur Geltung kommt, dass sie gar kein Bleaching brauchen!

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Bleaching Teil 1 – Techniken

Das Aufhellen der Zähne gehört zu den kosmetischen Verfahren der Zahnmedizin. Dabei wird in den sichtbaren Bereichen des Gebisses mit speziellen Mitteln, den so genannten Oxidanzien, die Zahnhartsubstanz gebleicht. Es kann zwischen mehreren Methoden unterschieden werden.

Die Home-bleaching-Technik wird vom Patienten zu Hause durchgeführt. Vorher stellt der Behandler in der Praxis auf Basis eines Gebißmodelles eine individuelle Schiene her, die als Depot für das Bleichmittel dient und über einen gewissen Zeitraum hinweg üblicher Weise nachts getragen wird. Die Passgenauigkeit des Substanzträgers ist der entscheidende Vorteil gegenüber Systemen, die von kommerziellen Anbietern kosmetischer Artikel angeboten werden. Die Schienen müssen dann nämlich in einer Art Self-Made-Verfahren vom Kunden selbst gefertigt werden.

Die Office-bleaching-Technik findet direkt in der Praxis statt. Zunächst wird das Zahnfleisch zum Schutz vor dem aufhellenden Agenz mit einem Kunststoff abgedeckt. Anschließend wird in mehreren Durchgängen das Bleichmittel aufgetragen und wieder abgespült. Nach Entfernen des Schonbezuges kann der Patient das Ergebnis bewundern. Der Unterschied gegenüber der Home-bleaching-Technik besteht demnach in der kürzeren Behandlungsdauer. Erreicht wird dies durch die höhere Konzentration der Oxidanzien, die in einer Zahnarztpraxis vom Fachpersonal angewendet werden dürfen.

Die Walking-bleach-Technik dient der farblichen Wiederanpassung wurzelbehandelter Zähne. Vielleicht haben Sie es bei sich oder Bekannten beobachtet, daß sich ein Zahn nach einer Wurzelbehandlung mit der Zeit gräulich verdunkeln kann. In diesen Fällen füllt der Zahnarzt das Bleichmittel in mehreren Sitzungen in das Zahninnere, wo es seine Wirkung unter einem provisorischen Verschluß entfaltet. Eine schmerzfreie Technik, weil der empfindliche Nerv bereits entfernt ist. Ist das gewünschte Ergebnis erreicht, verschließt man die Depotöffnung mit einem zahnfarbenen Kunststoff. Sinnvoll ist dieses Vorgehen, wenn der Zahnhartsubstanzverlust gering ist, d.h. nur kleine Füllungen vorhanden sind. So kann elegant eine Überkronung des betreffenden Zahnes vermieden werden.

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Inlays

Füllungen dürften den meisten als die klassische Methode zum Ersatz verloren gegangener
Zahnsubstanz bekannt sein. Bei diesem Verfahren wird die fehlende Struktur mit plastischen Materialien, die direkt im Mund modelliert und ausgehärtet werden, wieder hergestellt. Eine weitere Methode, Zahndefekte zu restaurieren, sind Inlays. Wie es der Name bereits andeutet, handelt es sich hierbei um individuell vorgefertigte Passstücke, die sich exakt in die vorher präparierte Höhlung des Zahnes fügen und mit diesem innig verklebt werden. Die Herstellung erfolgt im Labor, optimaler Weise auf einem genauen Modell des Gebisses. Diese Technik schafft die beste Voraussetzung für eine kontrollierbare Qualität und ideale Fertigungsbedingungen außerhalb des Mundes. Bei uns kommen zahnfarbene Werkstoffe in Form von Keramikblöcken zum Einsatz, die durch industrielle Vorproduktion eine definierte Güte garantieren. Aus diesen Rohlingen werden die Inlays nach Konstruktion am Computer von einer Maschine ausgeschliffen. Anschließend wird der Sitz auf dem Modell unter dem Mikroskop kontrolliert und feine anatomische Details vorsichtig nachgearbeitet. Das Ergebnis sind „Puzzle-Teile“, die auch größere Defekte kaustabil in unübertroffener Ästhetik ersetzen. Nicht selten kann so noch eine Überkronung des Zahnes vermieden und wertvolle gesunde Zahnsubstanz erhalten werden.

Zahnseide, ein verworrenes Thema

Die Zahnseide ist das effektivste Hilfsmittel für die Zahnzwischenraumhygiene. Das Ziel ist hierbei die Beseitigung des so genannten Biofilmes von Oberflächen, die der Zahnbürste nicht zugänglich sind. Der Biofilm ist ein klebriger Bakterienbelag, der zu Karies und Zahnfleischentzündung führt und nur durch mechanischen Abtrag entfernt werden kann. Spülungen und Mundduschen sind hier wirkungslos. Die Zahnseide wird gut gespannt, um die Kontaktpunkte zwischen den Zähnen leichter zu überwinden. Anschließend können die Zahnoberflächen bequem in Auf- und Abwärtsbewegungen gereinigt werden. Für jeden Zwischenraum wird ein unbenutztes Teilstück benutzt, so dass für die gesamte Anwendung ca. 50 cm benötigt werden.
Einwände wie „Da verletze ich mir immer das Zahnfleisch!“ oder „Damit komme ich einfach nicht zurecht!“ sind nicht selten. Auch hier lassen wir Sie nicht allein und unterstützen Sie gerne mit Tipps und Demonstrationen zur richtigen Handhabung. Lassen Sie sich nicht entmutigen, denn auch hier macht die Übung den Meister. Sie brauchen nur ein mal am Tag wenige Minuten Zeit zu investieren und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu Ihrer Mundgesundheit.

Praxisphilosophie

Meine Praxis ist bewusst als Einzelpraxis konzipiert. Sie als Patient können sich darauf verlassen, immer den Behandler Ihres Vertrauens anzutreffen. Wir nehmen uns für Sie viel Zeit und sind stets darum bemüht, dass Sie Ihre nicht im Wartezimmer verbringen müssen. Wir legen Wert auf eine angenehme und entspannte Atmosphäre, wobei Freundlichkeit und Rücksichtnahme auf individuelle Wünsche eine Selbstverständlichkeit darstellen. Das Behandlungsspektrum ist breit aufgestellt, um unserem größten Ziel – dem Zahnerhalt – gerecht werden zu können. Sollten doch einmal Zähne ersetzt werden müssen, stehen wir Ihnen mit modernsten Methoden, bis hin zur Implantologie, zur Seite. Mein Team und ich haben Freude an unserem Beruf, was sich in der regelmäßigen Teilnahme an Fortbildungskursen widerspiegelt.
Unsere stärkste Motivation bleibt jedoch Ihre Zufriedenheit mit unserer Arbeit.

Frühjahrsputz

Wozu eine Zahnreinigung in der Praxis, wenn man sich zu Hause schon regelmäßig die Zähne putzt? Beim Begriff „Individuelle“ bzw. „Professionelle Prophylaxe“ wird der Sinn der Maßnahme klarer. Sie dient der Vorbeugung (Prophylaxe) von Erkrankungen des Gebisses, d.h. der Zähne UND des Zahnfleisches. Unsere speziell geschulten (professionellen) Mitarbeiterinnen achten bei der Durchführung besonders auf Ihre individuellen Ansprüche. Das Ergebnis ist ein wohliges Mundgefühl und eine bessere Ästhetik. Die professionelle Zahnreinigung ist also mehr, als eine einfache Zahnsteinentfernung und perfektioniert die häusliche Mundhygiene dort, wo sie ihre Grenzen hat. Die positive Wirkung der individuellen Prophylaxe auf die Gesundheit gilt als wissenschaftlich nachgewiesen, so dass sie von privaten und teilweise auch von gesetzlichen Kassen übernommen wird. Gönnen Sie sich doch mal etwas Gutes, lehnen sich entspannt zurück und lassen sich von uns verwöhnen.

Wir geben Gas

Ab sofort bieten wir Ozontherapie als sinnvolle Ergänzung bei Zahnfleischerkrankungen, Wurzelbehandlungen, Prothesendruckstellen, Kiefergelenksbeschwerden, vor Versiegelungen und vielen weiteren Indikationen an. Ozon ist ein desinfizierend wirkendes Gas, das den Einsatz von Antibiotika reduzieren kann. Die Behandlung ist nebenwirkungs- und schmerzfrei.

Ozon ist vielen als eine den Erdball umgebende Gasschicht bekannt, die schädliche UV-Strahlung von uns abhält und durch FCKWs „gekillt“ wird. Ozon ist unter bestimmten Bedingungen aber selbst ein „Killer“.Es zerstört in Sekundenschnelle sehr effektiv Bakterien, Viren und Pilze, weil es hoch reaktiv ist. Dabei werden menschliche Zellen geschont, da sie einen Schutzmechanismus besitzen, den Bakterien nicht haben. Das nicht für die Desinfektion benötigte Ozon zerfällt sehr schnell wieder in normalen Sauerstoff und unterstützt so zusätzlich die Heilung im behandelten Körpergewebe.

Wer mag nicht den sauberen, frischen Duft, der nach einem Sommergewitter in der Luft liegt? Der selbe Geruch ist ganz schwach bei der Anwendung unseres Ozongerätes zu vernehmen. Es wird tatsächlich eine Art Minigewitter in dem Gerät erzeugt, sodass sich aus Luftsauerstoff an der Oberfläche eines Glaskolbens Ozon bildet. Knapp über die anzuwendende Stelle gehalten entfaltet es völlig schmerzfrei seine Wirkung.